
Mein Ansatz
Mein Ansatz beruht auf Methoden und Interventionen der Verhaltenstherapie und der Hypnosystemischen Therapie nach Gunther Schmidt.
Die Verhaltenstherapie gilt als das wisschenschaftlich best untersuchteste Psychotherapieverfahren und wird heutzutage am häufigsten eingesetzt. Es hat sich bei vielen Konfliktsituationen und psychischen Erkrankungen als wirksam erwiesen.
Allgemein geht die Verhaltenstherapie davon aus, dass wir auf der Grundlage unserer bio-psycho-sozialen Lebensbedingungen (Gene, Temperament, Erziehungsfaktoren, Lebensbedingungen, Umweltfaktoren, Erlebnissen, psychischen Denkmustern und Strukturen) im Laufe unseres Lebens ein bestimmtes Verhalten erlernen.
Bestimmt in der Art, dass wir auf der Basis unserer bio-psycho-sozialen Möglichkeiten und uns meist gar nicht bewusst, ein Verhalten wählen, das uns zu der Erfüllung unserer psychischen Grundbedürfnisse verhilft.
Dies sind Bedürfnisse nach
Bindung,
Orientierung und Kontrolle,
nach Lustgewinn und Unlustvermeidung,
Selbstwerterhöhung- und schutz,
nach Entwicklung, Erholung, Anerkennung und Wichtigkeit,
Verlässslichkeit und Loyalität sowie nach
Autonomie und Grenzen.
Das Ergebnis sind Verhaltensmuster, die sich in Form neuronaler Netzwerke im Gehirn bilden. Sie bestimmen die Art und Weise, wie wir uns und unsere Umwelt in spezifischen Situationen erleben, welche Gedanken wir haben, was wir fühlen, wie wir uns verhalten etc.
Die meisten dieser Erlebnisprozesse geschehen unwillkürlich, das heißt, wir müssen uns nicht in jeder Situation neu überlegen, wie wir reagieren. Wir fahren Auto, schwimmen, lesen, trösten, bringen uns in Sicherheit, fühlen uns gut, lachen, haben Angst etc.
Es geschieht einfach. So können uns unwillkürliche Prozesse hervorragende hilfreieche Dienste leisten, entlastend und hilfreich wirken.
Werden sie allerdings als schmerzhaft, qualvoll und störend empfunden, fühlen wir uns ihnen gegenüber als Opfer ausgeliefert. Vielleicht kennen Sie Sätze wie:
Die Angst soll weg.
Ich will nicht rot werden.
Ich will nicht mehr an ihn/sie denken.
Ich möchte nicht traurig sein.
Diese schrecklichen Gedanken sollen weg.
Wenn doch die ständigen Sorgen aufhören würden.
Aber:
Es geschieht einfach: Die Angst, die Traurigkeit, die Gedanken, sie gehen einfach nicht weg.
Und doch wünschen wir uns das so sehr und dieser Wunsch ist absolut verständlich und nachvollziehbar.
Aus neurowissenschaftlicher Sicht wissen wir heute, dass nichts, was im Gehirn einmal gebahnt ist, wieder löschbar ist.
Ist es deswegen hoffnungslos?
IM GEGENTEIL!
Wenn wir den Umgang mit den Phänomenen, wie Angst, Trauer, Wut, unerwünschten Gedanken etc. ändern und in eine neue Form der Beziehung zu ihnen treten, können wir im Hinblick auf unsere Werte, Ziele und Wünsche sehr erfolgreich und wirkungsvoll sein.
In diesem Sinne werde ich mir zusammen mit Ihnen Ihre verschiedenen Seiten (neuronalen Erlebnisnetzwerke) aus einer Beobachterposition heraus anschauen, die Sie in die Lage bringen wird, selbstwirksam und neugierig zu erkunden, welche Grundbedürfnisse sich hinter ihrem Erleben melden, denn, Sie erinnern sich:
unser Verhalten dient immer der Erfüllung unserer Grundbedürfnisse.
Und auch, wenn uns dieses Verhalten heute nicht mehr als sinnvoll erscheint. Wir können davon ausgehen, in einem anderen Kontext, zu einer anderen Zeit, mit anderen bio-psycho-sozialen Lebensbedingungen, galt dieses Verhalten dem Überleben und war hoch sinnvoll und kompetent.
Aufbauend auf diesen Erkenntnissen verbinde ich in meiner Arbeit Methoden und Interventionen der Verhaltenstherapie, mit ihren Strömungen der kognitiven Verhaltenstherapie, der Achtsamkeits- und Selbstmitgefühlsforschung, der ACT (Akzeptanz und Commitment Therapie), der Hypno- bzw.Neurosystemischen Therapie nach Dr. Gunther Schmidt sowie Teile aus der Ego-State-Therapie.
Umgang mit Verlusten durch Tod und Trauerbegleitung nach Roland Kachler
Trauer und Verlust gehören zu jeder Biografie.
Die Trauerbegleitung und -therapie nach Roland Kachler geht gegenüber der bisherigen traditionellen Trauerarbeit einen neuen Weg.
Nicht das Loslassen oder Abschließen mit dem Verstorbenen stehen hier im Vordergrund, wirkt doch dieser von Außen gesetzte Impuls nicht selten als bedrohlich und wie ein zweiter Verlust auf die Hinterbliebenen.
Im Vordergrund steht das Finden "einer inneren Beziehung des Trauernden zum Verstorbenen unter der schmerzlichen Bedingung der Abwesenheit des geliebten Menschen" (vgl. Kachler 2026 Hypnosystemische Trauerbegleitung, S. 51), so dass sich für die Hinterbliebenen zwei wesentliche Traueraufgaben stellen:
Die Realisierung der äußeren Abwesenheit des geliebten Menschen und
Die Reetablierung einer inneren Beziehung zu diesem geliebten Menschen, in der alles gefühlt werden darf, was gefühlt wird (Wut, Verzweiflung, Schuld, Liebe, Sehnsucht, Dankbarkeit), die zwischen Ihnen und Ihrem geliebten Menschen alles das geklärt hat, was für Sie beide wichtig ist zu klären, um zu einer freien, inneren Beziehung zu finden.
Gerne unterstütze ich Sie auf diesem schmerzlichen Weg der Liebe. Schritt für Schritt und in Ihrem Tempo begleite ich Sie auf diesem Weg, durch alle Gefühle hindurch, hin zu einem Leben, in dem auch wieder Glück sein darf, spürbar und lebbar wird, auch, wenn es ein Stück weit ein anderes Glück ist.
Grundlage meiner Arbeit sind hierbei die Arbeiten Roland Kachlers zur Hypnosystemischen Trauerbegleitung und zu Traumatischen Verlusten.
Umgang mit Trennungen und daraus resultierenden Verlusten und Trauer
Die Arbeiten Roland Kachlers lassen sich auch sehr gut auf den Umgang mit Trennungen übertragen.
Nicht immer verlieren wir Menschen durch den Tod und nicht immer ist für den Hinterbliebenen klar, warum eine Beziehung/Freundschaft/Affäre etc. zu Ende gegangen ist, die wir gerne in unserem Leben be- bzw. gehalten hätten.
Wie können wir mit dieser Form der Trauer umgehen, mit dem eventuellen Gefühl des Nicht-Verstehens, der vergeblichen(?) Hoffnung auf Erklärungen, auf ein Zurück in die Beziehung, dem Liebeskummer, der Sehnsucht.
Auch hier geht es um die Realisierung dessen, dass etwas zu Ende gegangen ist und um das finden einer inneren Beziehung zu dem Menschen, der aus unserem Leben gegangen ist, in der Art, in der wir diese innere Beziehung wollen, durch alle Gefühle hindurch, durch die wir hindurch gehen möchten.
